Beerdigungslexikon

Aschenkapsel

Bei der Einäscherung wird die Verstorbenenasche in eine Aschenkapsel gefüllt. Die Kapsel wird verplombt und mit den Daten des Verstorbenen versehen an den Bestatter oder die Angehörigen zur Beisetzung übergeben. Für die Beisetzung kommt die Aschenkapsel dann in eine Schmuckurne.

Bestattungsfrist

In NRW gelten folgende Fristen: Frühestens 24 Stunden nach Eintritt des Todes darf die Erdbestattung stattfinden. Innerhalb von 10 Tagen muss dann sowohl Erdbestattung als auch Einäscherung erfolgen, innerhalb von 6 Wochen nach erfolgter Einäscherung dann die Urnenbeisetzung. Ausnahmen können in dringenden Fällen von den Angehörigen oder ihren Beauftragten, also dem Bestatter, bei der zuständigen Ordnungsbehörde beantragt werden.

Bestattungsgesetz

Die Bestattungsgesetzgebung ist in Deutschland Ländersache. Im Großen und Ganzen sind die Unterschiede zwischen den 16 Bundesländern gering. Kleinere Unterschiede gibt es z.B. in der Bestattungsfrist oder in der Durchgängigkeit des Friedhofszwangs, den z.B. das Bundesland Bremen in Bezug auf die Ascheverbringung etwas gelockert hat.

Bestattungskosten

Der § 1968 im BGB regelt, das der Erbe die Bestattungskosten tragen muss. Da der Bestattungspflichtige nicht zwingend auch der Erbe ist, muss er zunächst die Beerdigung in Auftrag geben und bezahlen, kann sich die Kosten dann aber ggfs. vom Erben wiederholen.

Bestattungspflicht

Die Bestattungspflicht schreibt gesetzmäßig die ordnungsgemäße Bestattung – also Kremierung oder Beerdigung – eines Leichnams innerhalb der Bestattungsfrist vor. Bestattungspflichtig sind nach Bestattungsgesetz in nachfolgender Rangfolge: Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, volljährige Kinder, Eltern, Geschwister, Großeltern, volljährige Enkelkinder.

Sollten keine Hinterbliebenen der oben genannten Gruppen vorhanden sein oder kommen diese ihrer Pflicht nicht nach, so kümmert sich die Ordnungsbehörde des Sterbeortes um die Wahrung des Gesetzes.

Bestattungsvorsorge

Als Bestattungsvorsorge wird alles bezeichnet, was man im Vorfeld hinsichtlich der eigenen Bestattung selbst regelt oder was von Angehörigen geregelt wird. Dies kann eine vorsorgende finanzielle Absicherung auf verschiedenen Wegen sein oder aber auch nur ein Beratungsgespräch mit einem Bestatter oder die schriftliche Niederlegung der eigenen Vorstellungen oder einfach nur die Einholung von Informationen über Möglichkeiten und eventuell anfallende Kosten.

digitaler Nachlass

Unter digitalem Nachlass versteht man alles, was ein Verstorbener an Daten im Internet hinterlässt. Dies können Profile in sozialen Netzwerken, wie Facebook, Xing, Google+ usw. sein, Anmeldedaten bei z.B. Ebay, E-Mail-Zugangsdaten und vieles mehr. Oft ist die Abwicklung des digitalen Nachlasses eine große Herausforderung: In vielen Fällen ist es schwierig, die jeweiligen Passwörter herauszufinden und die Verstorbenen dann abzumelden oder Verträge/Abos zu kündigen. Oder Verstorbene haben noch Guthaben bei Unternehmen wie z.B. Paypal, die eventuell nur mit den jeweiligen Anmeldedaten gutgeschrieben werden können.

Der digitale Nachlass eines Verstorbenen geht, wie auch der übrige Nachlass, an den jeweiligen Erben über. D.h. beispielsweise: Sämtliche Abos, die im Internet abgeschlossen wurden, gehen auf den Erben über, der dann die weiteren Kosten zu tragen hat. Es gibt mittlerweile Unternehmen, die sich auf die Abwicklung von digitalem Nachlass spezialisiert haben. Wünschen Sie dazu weitere Informationen, sprechen Sie uns gerne an!

Einbalsamierung

Eine Einbalsamierung ist im Wesentlichen eine Konservierung des menschlichen Körpers für eine bestimmte Zeit. Vereinfacht dargestellt, wird ein Austausch des Blutes gegen eine Einbalsamierungsflüssigkeit durchgeführt, welche die Autolyse (Verwesung des Körpers) zunächst stoppt. Vor allem in den USA ist es üblich, Verstorbene einzubalsamieren, um deren lebendiges Erscheinungsbild für einen längeren Zeitraum zu erhalten.

In südeuropäischen Ländern z.B. ist die Einbalsamierung Verstorbener vor der Beerdigung Vorschrift. Im Unterschied zu Deutschland ist es dort jedoch, wie auch in den USA, hinsichtlich der Ruhefristen auf den Friedhöfen so, dass diese auf Dauer angelegt sind und nicht nach ca. 25 bis 30 Jahren enden. In Deutschland bedürfen Maßnahmen, bei denen Verstorbenen Stoffe zugeführt werden, die die Verwesung verhindern oder verzögern, einer Genehmigung durch die Friedhofsverwaltung (BestG NRW § 11.2).

Exhumierung/Umbettung

Beide Begriffe meinen die Öffnung einer Grabstelle und die Entnahme des hier beigesetzen Sarges bzw. der Urne. Um eine Exhumierung handelt es sich, wenn danach die Wiederbestattung im selben Grab stattfindet. Sie kann nur von amtlichen Stellen, z.B. zur Untersuchung eines Kriminalfalles o.Ä., angeordnet und vorgenommen werden. Bei der Umbettung wird der Sarg oder die Urne hingegen an anderer Stelle wieder beigesetzt. Sie ist von der Friedhofsverwaltung und der zuständigen Behörde zu genehmigen; dazu muss immer ein triftiger Grund vorliegen (vgl. „Störung der Totenruhe“). Dies kann unter bestimmten Voraussetzungen der Fall sein, wenn sich z.B. der Wohnsitz der Angehörigen ändert und sie keine Möglichkeit mehr haben, die Grabstelle zu pflegen. Sollte kein triftiger Grund vorliegen, wird die Beantragung der Umbettung oft mit der Begründung der Störung der Totenruhe abgelehnt.

Friedhof

Der Begriff „Friedhof“ bezeichnete früher einen eingefriedeten Bereich, meist um eine Kirche o.Ä., und leitet sich demnach wohl nicht, wie man annehmen könnte, vom Wort „Frieden“ ab. Auf ihm werden Verstorbene oder ihre Asche mehr oder weniger zeremoniell – unter religiösen oder weltlichen Riten – zur letzten Ruhe gebettet. Es gibt konfessionelle, das heißt von Kirchen bzw. kirchlichen Gemeinden verwaltete Friedhöfe, und kommunal geführte, also in städtischer Hand befindliche Friedhöfe.

Früher war man in der Wahl des Friedhofs eingeschränkt: Üblicherweise war man bei der Entscheidung gebunden an den Wohnort des Verstorbenen bzw. seiner Angehörigen. Dies ist jedoch heute nicht mehr unbedingt der Fall; grundsätzlich ist es möglich, auf einem beliebigen Friedhof beigesetzt zu werden.

Das verbindliche Reglement, das auf einem Friedhof gilt, ist die sogenannte Friedhofssatzung. Sie kann auch innerhalb eines Ortes, je nach Friedhofsverwaltung, variieren.

Friedhofspflicht, Friedhofszwang

Die Friedhofspflicht besagt: Verstorbene sind auf einer dafür vorgesehenen – man nennt das „pietätsbefangenen“ – Bestattungsfläche beizusetzen. In Deutschland ist das einerseits der Friedhof, andererseits der sogenannte Friedwald oder auch Ruheforst, Bestattungswald, Urnenwald; eine traditionelle Ausnahme bildet die Seebestattung. Der Friedhofszwang gilt in Deutschland generell, für die Erdbestattung und für die Urnenbeisetzung – hier jedoch, da das Bestattungsrecht Ländersache ist, mit Lockerungsstendenzen in jüngster Zeit in einzelnen Bundesländern.

Hygienische Versorgung

Die hygienische Versorgung beinhaltet das Versorgen von Wunden oder offenen Stellen, das Waschen, Einkleiden und Herrichten des Verstorbenen, so dass ein insgesamt würdiges Erscheinungsbild den Angehörigen den angemessenen Abschied ermöglicht.

Kondukt

Als Kondukt bezeichnet man den Trauerzug, das heißt, die feierliche Begleitung des Sarges oder der Urne durch die Trauernden, etwa von der Trauerhalle oder Kapelle bis zum Grab oder zur Beisetzungsstelle. Dieser Trauerzug ordnet die Beteiligten – und möglicherweise die Aufstellung der verschiedenen an der Beerdigung teilnehmenden Gruppen – in einer festgelegten Reihenfolge. Als Erstes geht der Konduktführer. Dies kann der Bestatter übernehmen oder auch ein Friedhofsmitarbeiter, der den Weg zur Grabstätte kennt. Es folgen, wenn anwesend, Kranz- und Ordenträger, Fahnenträger etc., der Geistliche, die Sargträger mit dem Sarg, und dann die Familie des Verstorbenen, sowie Angehörige, Freunde und Bekannte. Als traditionellen konfessionellen Unterschied kann man beobachten: Üblicherweise, wenn auch nicht zwingenderweise, geht der katholische Pfarrer als „Wegbereiter“ vor und der evangelische Pastor als Begleiter für die Angehörigen hinter dem Sarg.

Leichenschau

Ist ein Mensch verstorben, ist er als Erstes, so schreibt es das Gesetz vor, durch einen Arzt zu untersuchen, damit dieser den Tod feststellt. Diese Untersuchung ist die sogenannte Leichenschau. Der Arzt stellt nach erfolgter Leichenschau dann den Totenschein aus, auch Todesbescheinigung oder Leichenschauschein genannt. Ist der Tod daheim eingetreten, lassen die Angehörigen einen Arzt kommen, wenn nicht sowieso schon ein Arzt anwesend ist. Ist der Todesfall in einem Krankenhaus, einer Senioreneinrichtung, einem Pflegeheim oder Ähnlichem eingetreten, kümmert sich die jeweilige Verwaltung darum. Die Gebühren für die Leichenschau sind keine Krankenkassenleistung mehr, denn mit dem Tod erlischt die Krankenversicherungs-Mitgliedschaft. Sie werden deshalb vom Arzt privat abgerechnet; beispielsweise wird die Rechnung nach Ausstellung der Todesbescheinigung an den Bestatter geschickt.

Im Falle einer Feuerbestattung ist gesetzlich eine zweite Leichenschau durch einen Amtsarzt vorgeschrieben.

Leichenschmaus, Beerdigungskaffeetrinken, Nachfeier, „...das Fell versaufen“

Diese Bezeichnungen meinen: das Zusammensein bei Kaffee, Kuchen oder Suppe nach einem Begräbnis oder einer Urnenbeisetzung. Hier wird noch einmal gemeinsam Abschied genommen: über das Leben des Verstorbenen gesprochen, Geschichten um den Verstorbenen und Erinnerungen ausgetauscht. Für die Trauernden ist dieser letzte gemeinsame Abschied und Austausch ein Trost. Beispielsweise kann es schön sein, von vielen Seiten noch einmal etwas darüber zu erfahren, was der Verstorbene – auch mit den anderen Trauergästen – erlebt hat.

Nutzungs- und Ruhezeit

Der Begriff der Nutzungszeit bezieht sich auf die Zeitspanne, die ein Nutzungsrecht an einer Grabstelle besteht. Nach Ablauf der Nutzungszeit fällt die Grabstelle zurück an die jeweilige Friedhofsverwaltung und kann von dieser neu vergeben werden.

Der Begriff der Ruhezeit bezieht sich auf den Zeitraum der traditionellerweise Verstorbenen gewährten Totenruhe. Die Ruhezeit richtet sich nach Bodenbeschaffenheit und anderen Bedingungen auf dem Friedhof, sie wird in der jeweiligen Friedhofssatzung festgelegt. Bei Urnen ist sie meist kürzer als bei Sargbestattungen. Bei Reihengräbern kann die Nutzungszeit eines Grabes nach Ablauf der Ruhezeit nicht verlängert werden. Bei Wahlgräbern hingegen kann man i.d.R. die Nutzungszeit über die Ruhezeit hinaus verlängern und eine weitere Bestattung im selben Grab durchführen. Meistens ist es möglich, dass man bei einem Erdbestattungsgrab weitere Urnen beisetzt, auch wenn die Ruhezeit der dort stattgefundenen Erdbeisetzung noch nicht abgelaufen ist.

Reihengrab

Die Grabform, bei der die Friedholfsverwaltung in einem bestimmten Bereich ein Grab nach dem anderen der Reihe nach belegt, ist das sogenannte Reihengrab. Hier besteht keine Wahlmöglichkeit hinsichtlich der Lage des Grabes. Es ist auch nicht möglich, die Nutzungszeit auch nach Ablauf der Ruhefrist zu verlängern. Einige Friedhofssatzungen erlauben jedoch, in einem Erdbestattungsreihengrab während einer vorgegebenen Zeit noch eine Urne beizusetzen.

Seebestattung

Bei einer Seebestattung wird die Verstorbenenasche im Anschluss an die Kremierung in eine sogenannte Seeurne – aus vollständig und schnell wasserlösbarem Material wie z.B. Pappmache, Tonolith oder Quarzilith – gegeben und im Meer beigesetzt. Klassischerweise kümmern sich darum Seebestattungsreedereien. Wünschen Angehörige eine Teilnahme an der Seebestattung, treffen sie sich zu einem vorher vereinbarten Termin am Schiff und werden dort vom Kapitän begrüßt. Die Beisetzungszeremonie kann nach Wünschen der Angehörigen gestaltet werden; es können z.B. Blumen, Musik, Kaffee und Kuchen o. Ä. bestellt werden. Offenes Feuer ist an Bord eines Schiffes i.d.R. untersagt, daher werden statt Kerzen meist elektrische Lichter verwendet. Wenn das Schiff nach Auslaufen, meist mit der Flagge auf Halbmast, an der Beisetzungsstelle, außerhalb der 3-Meilen-Zone, angekommen ist, beginnt die Zeremonie. Je nach Wunsch wird – etwa nach Worten des Kapitäns, persönlichen Worten von Angehörigen oder eines Geistlichen – die Urne meist an der Steuerbord-Seite des Schiffes dem Meer übergeben. Nun kann man dem Verstorbenen als letzten Gruß noch Blumen hinterhergeben und nach 8-maligem Glasen der Schiffsglocke zu Ehren des Verstorbenen fährt das Schiff – meist nach einer Gedenkrunde um die Beisetzungsstelle – wieder zurück in den Hafen. Falls gewünscht, erhalten die Angehörigen nach der Beisetzung von der Reederei eine Urkunde mit den genauen Beisetzungsdaten sowie eine Seekarte mit genauer Positionierung der Beisetzungsstelle. Viele Reedereien bieten mehrmals im Jahr Gedenkfahrten zu den Beisetzungsstellen an.

Störung der Totenruhe

Die Störung der Totenruhe ist in Deutschland ein Straftatbestand; damit gemeint ist Leichen- oder Grabschändung. Der entsprechende Paragraf im Strafgesetzbuch, § 168, lautet:

„Störung der Totenruhe:
(1) Wer unbefugt aus dem Gewahrsam des Berechtigten den Körper oder Teile des Körpers eines verstorbenen Menschen, eine tote Leibesfrucht, Teile einer solchen oder die Asche eines verstorbenen Menschen wegnimmt oder wer daran beschimpfenden Unfug verübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer eine Aufbahrungsstätte, Beisetzungsstätte oder öffentliche Totengedenkstätte zerstört oder beschädigt oder wer dort beschimpfenden Unfug verübt.

(3) Der Versuch ist strafbar.“

Trauer

Frei nach Sigmund Freud ist Trauer die Reaktion auf den Verlust eines geliebten Menschen, zu dem eine emotionale Bindung besteht. Hinsichtlich des Verlaufs des Trauerprozesses gibt es in der Psychologie heute eine Vielzahl an Modellen. Sie unterscheiden beispielsweise einzelne Trauerphasen, untersuchen Komplikationen im Trauerablauf u. Ä.

Am Anfang der Trauerphasen-Forschung stand das sehr bekannte Sterbephasenmodell von der amerikanischen Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross. Aus ihren „Interviews mit Sterbenden“ im Jahr 1969 mit Menschen, die die Diagnose einer unheilbar tödlichen Krankheit hatten, leitete sie ein Phasenmodell ab; das Empfinden der Sterbenden ließ sich, stellte sie fest, in folgende fünf Phasen einteilen: Nicht-Wahrhaben-Wollen, Zorn, Verhandeln, Depression, Akzeptanz. Dieses Sterbephasenmodell diente dann im Weiteren auch als Ausgangspunkt für verschiedenste Trauerphasenmodelle. Wichtig ist jedoch, und das betont die Forschung: Sämtliche Phasenmodelle stellen lediglich verschiedene theoretische Annäherungen dar und nicht etwa eine Art von „Trauernorm“. So individuell jeder Mensch ist, so individuell ist auch seine Trauer.

In jüngster Zeit betrachtet die Trauerforschung vor allem auch die Selbstheilungskräfte des Menschen, wofür z.B. der Begriff der Resilienz steht.

Wahlgrab

Wahlgrab

Die Grabform, bei der die Friedholfsverwaltung einem hinsichtlich der Lage des Grabes die Wahl lässt, ist das sogenannte Wahlgrab. Für die Urnenbeisetzung gibt es oft Bereiche auf Friedhöfen, innerhalb derer man einen Grabplatz wählen kann. Bei Wahlgräbern kann in der Regel die Nutzungszeit über die Ruhefrist hinaus verlängert werden; kauft man z.B. ein mehrlägriges Grab, verlängert sich die Nutzungszeit dann immer ab dem Tag der weiteren Beisetzung um die Länge der jeweiligen Ruhefrist.

Witwen-/Witwerrente

Verstirbt ein Ehepartner, so erhält der überlebende Ehegatte nach seinem Tod eine Witwenrente. Hat der Verstorbene bereits Rente bezogen, erzieht die/der Hinterbliebene ein Kind, ist erwerbsgemindert oder hat das 45. Lebensjahr vollendet, beträgt diese sogenannte große Witwen-/Witwerrente ca. 55-60 Prozent der Rente des Verstorbenen. In anderen Fällen kann die sogenannte kleine Witwen-/Witwerrente in Betracht kommen; sie beträgt 25 Prozent der Rente, auf die der/die Verstorbene zum Todeszeitpunkt Anspruch gehabt hätte, und wird nur 2 Jahre ausbezahlt.

Bei Verstorbenen, die zum Todeszeitpunkt bereits Rente bezogen haben, hat der hinterbliebene Ehegatte Anspruch auf das sogenannte Sterbevierteljahr. Dies bedeutet, das die ersten 3 Monate die volle Rente des Verstorbenen gezahlt wird und erst ab dem 4. Monat die Witwen-/Witwerrente. Die Auszahlung dieses Sterbevierteljahrs kann auch als Einmalzahlung erfolgen, sofern so beantragt. Für die Beantragung hat man 30 Tage nach Todeseintritt Zeit.